Gasblasen in Dosierpumpen können die Förderleistung deutlich stärker beeinflussen, als ihre geringe Größe zunächst vermuten lässt. Während Flüssigkeiten unter normalen Betriebsbedingungen nahezu inkompressibel sind, verändert Gas sein Volumen mit dem Druck. Befindet sich Gas in der Pumpenkammer einer Kolben- oder Membrandosierpumpe, wird deshalb ein Teil des verfügbaren Pumpenhubs zunächst für die Kompression des Gases benötigt und steht nicht mehr für die eigentliche Förderung zur Verfügung.
Eine kleine Gasblase führt dabei nicht zwangsläufig zum Ausfall der Pumpe. Mit zunehmendem Gasvolumen kann die Fördermenge jedoch deutlich abnehmen. Im ungünstigsten Fall reicht der verfügbare Hub nicht mehr aus, um in der Pumpenkammer den erforderlichen Druck aufzubauen. Die Dosierpumpe arbeitet mechanisch weiter, fördert aber kein Medium mehr – es entsteht ein sogenannter Gaslock oder Airlock.
Wie stark dieser Effekt ausgeprägt ist, hängt nicht nur von der sichtbaren Gasblase ab. Auch das konstruktive Volumen der Pumpenkammer, Bohrungen und Ventilräume sowie die Druckverhältnisse auf Saug- und Druckseite spielen eine wichtige Rolle. Gerade bei kleinen Dosierpumpen können diese unbewegten Volumina im Verhältnis zum eigentlichen Hubvolumen erheblich sein.
Im Folgenden zeigen wir schrittweise, wie sich Gas in der Pumpenkammer auf den nutzbaren Hub auswirkt, wie ein Gaslock entstehen kann und warum Gasblasen unter ungünstigen Bedingungen sogar zu einem scheinbaren Rückfluss durch die Dosierpumpe führen können.